Lebensgefahr trotz Dachklammerung - BI Flörsheim Hochheim fordert sofortige Maßnahmen

 

26.05.2018

 

Am vergangenen Donnerstag gab es in Flörsheim erneut einen Wirbelschleppenschaden.

Es wurden zwölf Ziegel von einem Dach gerissen, von denen einer eine im Garten sitzende Frau nur um Haaresbreite verfehlte, weil sie sich geistesgegenwärtig geduckt hatte.

 

Bei dem Haus handelt es sich um ein von der Fraport übernommenes Haus, eines der ersten, die im Rahmen des Dachsicherungsprogramms zur Verhinderung von Wirbelschleppenschäden geklammert wurden.

 

Offenbar war die unsachgemäße Klammerung des Dachs der Fraport bekannt.

Laut Fraport wurden bisher rund 100 mangelhafte Dachsicherungen identifiziert. Wie viele Dächer es tatsächlich sein könnten, sei somit noch gar nicht klar und auch nicht, ob die Klammerungen der Kraft von Wirbelschleppen überhaupt zwingend standhalten, wie man bei der BI Flörsheim-Hochheim meint.

Die Frage, warum die Anwohner nicht informiert wurden, kann man bei der Fraport offenbar nicht beantworten.

 

"Es ist ungeheuerlich, was hier passiert" sagt Carola Gottas von der Bürgerinitiative Flörsheim-Hochheim. "Um den Ausbau durchzusetzen, wird ein Gutachten vorgelegt, dass Wirbelschleppenschäden für nahezu unmöglich prognostiziert. Dann haben wir allein hier in Flörsheim zahllose Dachabdeckungen nach Eröffnung der Nordwest-Landebahn und Fraport verordnet uns ein Dachsicherungsprogramm, an dem viele nur teilnehmen, weil sie befürchten, für eventuelle, eigentlich von den Airlines und Fraport zu verantwortende Schäden haften zu müssen."

 

Die Bürgerinitiative fordert eine sofortige Offenlegung seitens Fraport. "Die Bürger müssen erfahren, wie viele und welche Dächer nicht sachgemäß gesichert wurden." sagt Carola Gottas und fügt an: "Wir wollen wissen, wie Fraport und auch die verantwortlichen Politiker mit dieser Gefahrensituation umgehen werden? Was wird unternommen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten?"

 

Laut einem Zeitungsartikel empfiehlt die Fraport der aktuell betroffenen Familie, sich ausschließlich unter ihrem gepanzerten Vordach zu bewegen, wenn sie 

sich draußen aufhalte. Die Bürgerinitiative erachtet solche Vorschläge als absurd: "Es ist schon fast eine Verhöhnung der Menschen, die hier leben, so etwas von Leuten

zu fordern, die beinahe von einem Ziegel erschlagen wurden und nun laut Fraport weiter mit dieser Gefahr leben sollen" sagt Carola Gottas.

 

Es sei absolut unverantwortlich, mit dem Wissen um diese Risiken für Leib und Leben derart fahrlässig umzugehen.

Was passieren könne, läge zwar seit Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn auf der Hand, der Vorfall am Donnerstag habe aber noch einmal ganz deutlich gemacht, dass

der Feststellungsbeschluss die tatsächlichen Belastungen und Gefahren für die Menschen nicht wirklich berücksichtigt habe und der Betrieb dieser Landebahn auf Dauer nicht zumutbar sei.

 

"Als Mutter sorge ich mich um die Sicherheit meiner Töchter, da ihr Schulweg genau durch den Gefahrenbereich führt. Ich bin gespannt, wie sich Fraport am Dienstag auf der Hauptversammlung der Aktionäre zu dem Vorfall äußern wird.“ sagt Gottas.

Ruhig schlafen könne sich ohnehin nicht mehr, da das Nachtflugverbot seit Wochen täglich umgangen wird und die Flieger bis tief in die Nacht landen, was die um 5 Uhr beendete Nachtruhe erheblich verkürze. Nachdem am Donnerstag bei dem betroffenen Haus auch die leicht geöffneten Dachfenster aus ihrer Verankerung gerissen wurden, müsse man sich nun auch Sorgen um die schlafenden Kinder machen.

 

Kontakt Carola Gottas: 06145-3441624

 

Artikel in der Main-Spitze mit Fotos zu dem Vorfall: http://www.main-spitze.de/lokales/main-taunus/floersheim/lebensgefahr-trotz-dachsicherung_18794274.htm

 

Homepage der BI Flörsheim-Hochheim: https://www.fluglaerm-protest.de

 

Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/285405161479887/

 

 

 

 

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Aus dem Greenpeace Magazin Ausgabe 4.12

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