Waldbesetzung am Frankfurter Flughafen

Die BI Flörsheim-Hochheim unterstützt die Baumbesetzer*innen am Frankfurter Flughafen, die sich dort Anfang Januar eingenistet haben, um die geplanten Rodungen zu verhindern. Es ist dort sehr kalt. Und laut - wegen der Autobahn in der Nähe. Wirklich bewundernswert deren Einsatz!

 

Die Baumbesetzer*innen freuen sich über Besuch und mitgebrachtes (veganes) Essen und Kuchen. Man erreicht sie unter 0151-29799859 und kann dort fragen, was sie sonst noch brauchen. Auf Facebook findet man auch eine Liste: Waldbesetzung

 

Das Camp befindet sich hier (Koordinaten: 50.026327 , 8.593643): 

 

 

 

Hintergrund: Nach dem Bau der Startbahn West in den 80er Jahren versprach der damalige Ministerpräsident Börner mit den viel zitierten Worten: "Kein Baum wird mehr fallen!", dass dies das Ende des Flughafenausbaus war. 

Als wichtige grüne Lunge für das Rhein-Main-Gebiet wurde der Wald um den Flughafen unter den höchsten Naturschutz gestellt. Er wurde zum sogenannten Bannwald erklärt. 

Unter Ministerpräsident Koch wurde dieser Schutz aufgehoben. Riesige Waldflächen wurden und werden gerodet, u.a. damit die Nordwest-Landebahn und das Terminal 3 gebaut werden können. Der ehemals geschützte Wald schrumpft weiter und weiter.

 

 

Aus der Presse:

 

Bericht im ZDF - Drehscheibe

Ab Min. 19
https://www.zdf.de/nachrichten/drehscheibe/drehscheibe-vom-19-januar-2018-102.html

 

 

 

 

Baumbesetzer dürfen bleiben

„Sie haben sich gegen die Kälte dick eingepackt, im Wald liegen Schlafsäcke und Decken. Die jungen Leute, die sich in der Nacht zum Sonntag im Treburer Oberwald eingenistet haben, sind Baumbesetzer. Sie waren auch schon bei anderen Protestaktionen in den Bäumen und haben dort oft wochenlang ausgeharrt. Das wollen sie jetzt auch hier tun. Mindestens bis Ende Februar, wenn die Brut- und Setzzeit beginnt und keine Bäume mehr gefällt werden dürfen. (…)“

http://www.main-spitze.de/lokales/trebur/baumbesetzer-duerfen-bleiben_18438369.htm

 

 

Waldschützer protestieren in Bäumen gegen Terminal 3

„Sie nennen sich bei ihren Waldnamen „Tatze“, „Lambda“ oder „Libelle“, übernachten bei Minustemperaturen auf Bäumen, ernähren sich von Tofu-Steaks, trinken Thermoskannen-Tee und kämpfen für einen gemeinsamen Traum: Eine sechs Hektar große Baumfläche vor den Äxten der Holzfäller und den Planierraupen der Bautrupps zu bewahren. Im Treburer Oberwald protestieren seit Samstag neun Naturschützer gegen die Terminal-3-Pläne der Fraport. (…)“

http://sdp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Waldschuetzer-protestieren-in-Baeumen-gegen-Terminal-3;art688,2874426

 

 

Ausbaugegner protestieren gegen Rodung für Terminal 3

„(…) Hierbei kritisierte Schmidt die politischen Entscheidungsträger, die nicht im Interesse der Anwohner, sondern im Sinne der wirtschaftlichen Interessen von Fraport und Lufthansa agierten und vorherigen Bannwald zur Rodung freigegeben hätten: „Das öffentliche Interesse wurde im Sinne von Fraport und Lufthansa umdefiniert.“ Schmidt prangerte den hohen Ressourcen- und Flächenverbrauch der Fraport an. Zudem kritisierte sie Ryanair und das geplante Terminal 3, das 2023 eröffnen soll. Die Flughafenbetreiberin habe sich mit ihren Prognosen verkalkuliert und wolle das jetzt wettmachen, indem sie „Billigflieger“ wie Ryanair ans neue Terminal 3 holen wolle. Gerade diese Fluglinie verletze aber schon jetzt häufig die Nachtruhe mit Flügen nach 23 Uhr.(…)“

http://www.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Ausbaugegner-protestieren-gegen-Rodung-fuer-Terminal-3;art688,2872968

 

 

Protest gegen Fraport-Rodung

(…) „Stattdessen kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen“, sagt Klaus Göbel vom BUND Langen-Egelsbach, „am Langener Waldsee sollen 63 Hektar Bannwald für den Kiesabbau verschwinden und nun sollen auch in Kelsterbach zehn Hektar Wald gerodet werden.“ Ein Urteil des Verwaltungsgerichts ermöglicht die Rodung des Bannwaldes für die Auskiesung. „Immer mehr Bannwald verschwindet, immer mehr Flächen werden in der Region versiegelt“, sagt Göbel. (…) 

http://www.fr.de/rhein-main/alle-gemeinden/kreis-gross-gerau/moerfelden-walldorf-protest-gegen-fraport-rodung-a-1421646

 

 

Umweltaktivisten besetzen Bäume im Treburer Oberwald um Rodung für den Flughafenausbau zu verhindern

"(...) Sie erinnerten sich an das Versprechen des damaligen Ministerpräsidenten Holger Börner (SPD), nach dem Bau der Startbahn-West werde kein einziger Baum außerhalb des Flughafenzaunes mehr fallen. Zur Bekräftigung wurde der gesamte Waldbestand rund um den Flughafen zu Bannwald erklärt.

Doch dieses Versprechen war schnell Makulatur. Für die neue Landebahn, den Bau der A 380-Halle, für eine Erweiterung der Auskiesungsflächen nahe des Langener Waldsees und eben jetzt für den Bau eines Autobahnanschlusses; die Bannwaldverordnung wurde immer mit Federstrichen der Landesregierung aufgehoben.

Das bringt die Flughafenausbaugegner auf und eben immer wieder in den Wald, wenn dort weitere Bäume zu fallen drohen und die Schutzfunktion des Waldes für die Umwelt immer mehr verloren geht. (...) "

http://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/buettelborn/umweltaktivisten-besetzen-baeume-im-treburer-oberwald-um-rodung-fuer-den-flughafenausbau-zu-verhindern_18435987.htm

 

 

Seite von Robin Wood: 

https://www.robinwood.de/blog/kuchen-und-besetzte-bäume-am-frankfurter-flughafen

 

 

Rede von Petra Schmidt am 07.01.2018

„(…) Jetzt liegt der Bauantrag für einen Abschnitt des Terminals 3 vor – aber auch nur, weil das lange Zeit Undenkbare nun Realität geworden ist: Billigflieger auf Rhein-Main, mit berüchtigt schlechten Arbeitsbedingungen bei Ryan Air, eine Fluglinie, die überproportional verantwortlich ist für nächtliche Landungen während der Mediationsnacht. Ohne die Genehmigung der entsprechenden Entgeltordnung durch das Hessische Wirtschaftsministerium wäre das nicht möglich geworden. (…)“

http://www.flughafen-bi.de/Archiv/2018/2018_01_07_Petra%20Schmidt_Treburer%20Oberwald.html

 

 

Blog „Waldbesetzung“

http://waldbesetzung.blogsport.de

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Aus dem Greenpeace Magazin Ausgabe 4.12

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